Info-Veranstaltung Raus aus Gas und Öl in Kirchberg

Info-Veranstaltung Raus aus Gas und Öl in Kirchberg

Auch wenn die sommerlichen Temperaturen den Gedanken an einen Heizungstausch in den Hintergrund rücken – der nächste Winter kommt bestimmt! Öl- und Gasheizungen sind nicht mehr zeitgerecht. Die Auswahl an erneuerbaren Heizungssystemen ist groß, aber nicht jedes System passt zu jedem Gebäude. Außerdem gibt es aktuell attraktive Förderungsmöglichkeiten für den Ausstieg aus fossilen Brennstoffen.

Am 2. Juni wurde in Kirchberg an der Raab zum Thema „Raus aus Gas und Öl“ diskutiert. Im Rahmen einer Info-Veranstaltung der Klima- und Energiemodellregion (KEM) Wirtschaftsregion mittleres Raabtal konnten sich Interessentinnen und Interessenten über den Heizungstausch informieren. In Form von Kurzvorträgen stellten Markus Nestelberger und Bettina Bratschitz von der Lokalen Energieagentur verschiedene Heizungstypen und Förderungsmöglichkeiten vor. Markus Nestelberger referierte zum Thema „Welche Heizung passt zu meinem Haus?“, Bettina Bratschitz ging näher auf verschiedene Fördermöglichkeiten für den Heizungstausch ein. Im Anschluss konnten die interessierten Besucherinnen und Besucher noch Fragen stellen. Auch Bürgermeister Helmut Ofner brachte sich in die Diskussion ein. Lokale Betriebe waren ebenfalls vertreten. Die Interessentinnen und Interessenten konnten sich direkt bei Vertretern der Firmen Kubica und KWB informieren.

Raus aus Öl Kirchberg      

Sie haben die Veranstaltung verpasst? Kein Problem – hier gibt es einen kurzen Überblick, welche Heizungssysteme wo geeignet sind:

Fern- und Nahwärme ist für alle Gebäude, unabhängig von der Bauweise, dem Alter und dem Wärmeabgabesystem, geeignet.

Pelletsheizungen sind ebenfalls für alle Gebäudetypen geeignet. Voraussetzung ist ein passender Kamin sowie ein Pellets-Lagerraum – hier kann beispielsweise ein ehemaliges Öllager umfunktioniert werden.

Stückgutheizungen eignen sich für Ein- und Zweifamilienhäuser mit ausreichend Platz für die Brennstofflagerung. Wenn mit Holz aus dem eigenen Wald geheizt wird, sind die Betriebskosten hier besonders niedrig. Zu berücksichtigen ist aber der Aufwand durch manuelles Einheizen.

Hackgutheizungen werden am besten bei Gebäuden mit mittlerem Wärmebedarf (beispielsweise Mehrfamilienhäuser oder landwirtschaftliche Betriebe) eingesetzt. Ein geeigneter Kamin und ein Lagerraum sind auch hier Voraussetzung.

Wärmepumpen eignen sich nur für Gebäude mit guter Wärmedämmung und Niedertemperatur-Heizsystem. Man unterscheidet zwischen Erdwärmesonden, Grundwasser- oder Luftwärmepumpen.

Thermische Solaranlagen passen für jeden Gebäudetyp. Über die Sommermonate kann die Wärmeversorgung oft ausschließlich über eine Solaranlage abgedeckt werden.

Weitere Infos finden Sie in der klimaaktiv-Heizungs-Matrix!

Nähere Informationen zu Förderungsmöglichkeiten für den Heizungstausch weg von fossilen Brennstoffen hin zu erneuerbaren Systemen finden Sie hier!