Klimafitter Garten – Familie Lang

Klimafitter Garten vor den Vorhang – Familie Lang aus Unterlamm

Ein Interview der KLAR! Netzwerk GmbH

„Ich bin hier nur Verwalter“, erklärt Hermann Lang. Das Grundstück, das er von seinem Vater geerbt hat, führt er in dessen Sinne weiter. Das bedeutet, er arbeitet naturnah, mit der Natur. Mit „Verwalter“ weist er jedoch vielmehr darauf hin, dass wir nur auf Zeit auf diesem schönen Planeten leben und nichts mitnehmen werden. „Wir verwalten das Land für die nächsten Generationen! Das ist unsere Verantwortung“, betont er. „Unser Glück ist, dass wir hier in Unterlamm noch einen vielfältigen Naturraum haben, eine naturnahe Landschaft“, sagt der Beamte und Nebenerwerbsbauer, „Ich finde, Monokultur ist Raubbau an der Natur.“ Die Kälber seiner Kühe dürfen neben den Müttern aufwachsen, die Kuhtränke auf der Weide ist ebenso Tränke für die Bienen, deren Stöcke auf seinem Grund stehen. Wo man hinsieht, ist Leben.

„Die Erfüllung von Leben… Wenn es blüht und gedeiht. Wenn du in der Früh rausgehst, und es lebt alles- du hast das Gefühl, der ganze Grund bebt!“

Man spürt, wie ihn diese Tatsache mitreißt und begeistert. Die Pracht und Vielfalt, in der sich das Leben im Familiengarten äußert, „die kommt von allein, wenn du deinen Garten abwechslungsreich gestaltest.“ Überall findet man Totholz- ob stehend oder liegend-, wichtig für Insekten und andere Lebewesen, die darin wohnen, brüten oder sich davon ernähren. Nistkästen hängen an jedem Baum, Obstbäume und Büsche strukturieren Wiese und Hang und spenden wertvollen Schatten und halten Wasser in der Umgebung. Das Gießwasser für den Nutzgarten kommt aus der Regentonne und ein guter Teil der Wiese darf als Blühinsel stehenbleiben. Man sieht, dass er Rosenliebhaber ist. „Wasser ist Leben! Einen Teich möchte ich noch haben“, träumt er von der Zukunft.

Langweilig wird es hier sicher nicht.