aus der Serie „Meine PV-Anlage – mein Beitrag für mehr regionale Energie“
Die Klima- und Energiemodellregion Netzwerk Südost möchte mit dieser Serie Personen und Bertriebe vor den Vorhang holen, die auf nachhaltige Energiequellen setzen.
Die Kraft liegt nicht nur im Apfel, sondern im Herzen, das für den Betrieb schlägt. Das Geheimrezept: „Wir sind immer interessiert und immer dabei!“ So der Betriebsleiter Franz Auer vom Apfelhof Auer in Kapfenstein, der energievoll und sympathisch über die vielen Projekte berichtet, die umgesetzt wurden und umgesetzt werden wollen. Als eine der ersten Solaranlagenbesitzer der Region heizt die Familie das Brauchwasser seit 1982 quasi emissions- und kostenfrei. Hier wird gehandelt, weil an die Zukunft gedacht wird. 2013 wurde mit dem PV-Ausbau begonnen: zuerst wurden 20 kWp am Dach des Betriebsgeländes montiert, 2020 wurde auf 80kWp erweitert. Neben dieser Anlage besteht noch eine 30kWp-Anlage am „Pfirsichhang“. Sie versorgt das Ferienhaus und die Bewässerungsanlage. Für letztere wird mit Sonnenstrom Wasser aus der eigenen Quelle in hangaufwärts gelegene Tanks gepumpt, danach funktioniert sie mit Eigendruck. Smarte Lösung, zukunftsfähig. Eine weitere Bewässerungsanlage ist geplant: in Tanks soll das Regenwasser vom Dach des Betriebsgeländes gesammelt werden. Mit PV-Überschussstrom hochgepumpt, versorgt die Anlage dann die Apfelplantagen.
„Wenn du innovativ bist, kannst du jeden Betrieb in die Zukunft führen“, betont Herr Auer, „wichtig finde ich, dass man Richtung Energieunabhängigkeit geht. Bei allen Krisen, Welt oder Umwelt betreffend, möchte ich, dass die nächste Generation noch von unserem Betrieb leben kann.“
Ein 80 kW-Speicher kommt heuer noch und eine E-Ladesäule ist fix geplant, das zweite Standbein „Tourismus“ wird ausgebaut und ab Herbst gibt es Essigproduktion im Lohnverfahren am Hof. Volle Power. Volle Kraft voraus.
