Fachvortrag Trinkwasserhygiene bei der LEA in Auersbach

Fachvortrag Trinkwasserhygiene bei der LEA in Auersbach

Am 15. März lud die Lokale Energieagentur zu einem Fachvortrag zum Thema „Trinkwasserhygiene mit Fokus auf Zirkulationsleitung“ ein. Das 30- köpfige geladene Fachpublikum (Öffentliche Stellen, Bauträger, Installationsbetriebe) wurde von Ingo Sanft von der Firma Kemper durch den Nachmittag geführt. Der allgemeine Betrieb von Warmwasserversorgungsanlagen, Kontaminationsrisiken, die Dimensionierung von Zirkulationssystemen und Sanierungsmaßnahmen waren nur einige von vielen Themen, die an diesem Tag gemeinsam erarbeitet wurden.

Ein großer Schwerpunkt wurde auf das Thema „Bestehende Zirkulationsleitungen“ sowie die Eignung derer für die Einhaltung der ÖNORM B5019 (Hygienerelevante Planung, Ausführung, Betrieb, Überwachung und Sanierung von zentralen Trinkwasser-Erwärmungsanlagen oder besser bekannt unter „Legionellennorm“) gelegt. Begnügte man sich vor Jahren damit, dass beim Aufdrehen des Warmwassers relativ rasch erwärmtes Wasser gezapft werden konnte, so ist dies beim heutigen Stand der Technik bzw. der Regeln nicht mehr ausreichend. Speichertemperaturen von über 60°C sowie eine Rücklauftemperatur der Zirkulationsleitung von mind. 55°C erfordern eine komplette Neudimensionierung des Leitungssystems (und vor allem eine Neudimensionierung des Zirkulationssystems). Zumeist gelingt eine Sanierung von Warmwasseraufbereitungssystemen in den Energiezentralen sehr gut, eine eventuell erforderliche Anpassung der Zirkulationsleitungen auch in der Dimension wird jedoch nicht immer beachtet.

Mit dem Argument, dass es sich bei Trinkwasser um ein Lebensmittel handelt, sowie mit der Frage, wer ein Glas Wasser trinkt, welches bereits 2 Tage lang offen herumsteht, wurden Diskussionen um eine aufwendigere Errichtung und den Betrieb eines hygienisch einwandfreien Wasserleitungsnetzes schnell ad absurdum geführt.

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