Projekt Energiezelle F

Projekt Energiezelle F

Energiezelle Feldbach: Regionales Energiezellen- und Krisenvorsorgekonzept am Beispielszenario „Blackout“ – kurz „Energiezelle F“

Europa und Österreich sehen sich mit einem steigenden Risiko eines Blackouts konfrontiert. Ein Blackout ist ein plötzlicher, überregionaler und länger andauernder Strom- und Infrastrukturausfall. Die hohen Kosten eines Blackouts, verbunden mit den nicht-wirtschaftlichen Schäden machen es notwendig, sich gezielt mit diesem Thema auseinander zu setzen. Durch resiliente Versorgungssysteme wird es möglich, die Schäden zu minimieren.

Mit dem Forschungsprojekt „Energiezelle F“ will die Neue Stadt Feldbach sich und alle ihre BürgerInnen bestmöglich für einen eventuellen weitreichenden Infrastrukturausfall vorbereiten. Mit dieser einzigartigen Initiative ist Feldbach Vorreiter für viele Gemeinden und Städte. Das Projekt wurde von der KIRAS-Initiative gefördert.

Eine Blackout-Vorsorge betrifft viele kommunale Bereiche und geht weit über die unterbrochene Stromversorgung hinaus. Sie umfasst zwei wesentliche Aufgabenfelder: Sicherstellen der Eigenvorsorge der Bürgerinnen und Bürger sowie die Aufrechterhaltung einer rudimentären Infrastruktur- und Notversorgung durch die Gemeinde. Im Zentrum steht dabei die Minimierung von Schäden an Leib und Leben. Jede Gemeinde wird dabei mit zahlreichen unterschiedlichen Herausforderungen konfrontiert, deren Bearbeitung eine breite Einbindung der Bevölkerung, regionaler Akteure sowie überregionaler Verwaltungsstrukturen erforderlich macht.

Von November 2017 bis Oktober 2019 wurden unter Einbindung der relevanten Stakeholder sowie der Bevölkerung konkret folgende Themenbereiche behandelt:

  • Sicherheits- und Krisenkommunikation
  • Krisenmanagement (z.B. Organisation der Einsatzorganisationen)
  • Gesundheitsnotversorgung/Gesundheitsversorgung (z.B. Krankhäuser, Ärzte, Apotheken)
  • Wasserversorgung, Abwasserentsorgung
  • Dezentrale Selbstorganisation (z.B. Selbsthilfebasen, Selbstvorsorge)
  • Schulen und Bildungseinrichtungen (z.B. geordnetes Schließen der Schulen)
  • Lebensmittelnotversorgung, Lebensmittelversorgung (z. B. Bevorratung im Bereich Privatpersonen, Einbindung Lebensmittelversorger)
  • Energieversorgung (z.B. Heizung, Treibstoffe, Notstrom)
  • Besondere Einrichtungen (z.B. wichtige Betriebe, Landwirtschaft, Touristen & Pendler)

Die Stadtgemeinde Feldbach konnte durch das Projekt große Fortschritte bei der „Blackout-Vorsorge“ erzielen. Nichtsdestotrotz ist dieser Prozess mit Ende der Projektlaufzeit nicht abgeschlossen. Die Blackout-Vorsorge stellt, wie jede Resilienz steigernde Maßnahme, einen fortlaufenden (Lern-)Prozess dar, in dem laufend Adaptierungen und Anpassungen erforderlich sind.

Alle im Projekt erarbeiteten Unterlagen (Infoblätter, Broschüren, Checklisten etc.) und Berichte in diversen Medien sind auf der Blackout-Vorsorge-Seite der Stadtgemeinde Feldbach abrufbar. www.feldbach.gv.at/blackout

Projektpartner

  • Stadtgemeinde Feldbach
  • LEA GmbH
  • Florian Lugitsch KG
  • Amt der Steiermärkischen Landesregierung; Landesamtsdirektion – Fachabteilung Katastrophenschutz und Landesverteidigung
  • Herbert Saurugg (EPU)
  • Interdisziplinäres Forschungszentrum für Technik, Arbeit und Kultur (IFZ)

 

 

 

Österreichisches Sicherheitsforschungs-Förderprogramm KIRAS – eine Initiative des

Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie (bmvit)

 

Ihr Ansprechpartner

Ing. Karl Puchas, MSc

01352/8575-505

puchas@lea.at