Förderansuchen Biomasseheizungen (Scheitholz & Kombi)

Förderansuchen Biomasseheizungen (Scheitholz & Kombi)

Das Land Steiermark (Steirischer Umweltlandesfonds) fördert neue Scheitholzheizungen und Kombikessel außerhalb vom Großraum Graz. Antragsberechtigt sind Privatpersonen, Wohnbauträger, Betreiber von Schulen, Kindergärten, Pflegeheimen und öffentlichen Sportanlagen, Vereine, Gemeinde sowie Kleinstunternehmen.

Fördergegenstand

Es wird der Tausch von bestehenden fossilen Heizungssystemen und Stromheizungen durch neue Scheitholzgebläsekessel (Holzvergaserkessel) sowie Kombikessel mit wahlweiser händischer Beschickung bis zu einer Nennwärmeleistung von < 400 kW gefördert.

Fördervoraussetzungen

  • Die Heizung darf zum Zeitpunkt der Registrierung noch nicht errichtet sein.
  • Die Heizung muss von einem hierzu befugten Unternehmen errichtet werden.
  • Es dürfen ausschließlich neue (nicht gebrauchte) Anlagenteile verwendet werden.
  • Die Heizung darf nicht zusätzlich im Rahmen der Sanierungsförderung (kleine Sanierung, umfassende energetische Sanierung) vom Land Stmk. gefördert werden.
  • Ist die Heizung Teil eines landwirtschaftlichen Betriebes, darf kein Anspruch auf eine Förderung von der Landwirtschaftskammer bestehen. Bei Scheitholzheizungen ist ein entsprechendes Ablehnungsschreiben der Landwirtschaftskammer vorzulegen.
  • Das zu versorgende Objekt darf nicht an der Trasse eines bestehenden Fernwärmenetzes aus erneuerbaren Energieträgern liegen.
  • Die Heizung darf die Emissions-Grenzwerte, welche in der Förderrichtlinie definiert sind, nicht überschreiten.
  • Die Leistung des Kessels darf die Gebäudeheizlast um nicht mehr als 50 % überschreiten. Andernfalls ist ein ausreichend bemessener Leistungsspeicher vorzusehen.
  • Bei Scheitholzheizungen muss ein Pufferspeicher mit mind. 800 l installiert werden.
  • Die Altanlage muss bei einem Kesseltausch nachweislich außer Betrieb genommen werden.
  • Vor Errichtung der Anlage ist eine Energiesparberatung (Dauer: 90 Minuten) bei einem Ich tu´s Berater durchzuführen.
  • Verbindungsleitungen im Heizraum müssen gedämmt sein.

Antragstellung

Die Antragstellung erfolgt in einem zweistufigen Verfahren.

  • Die Stufe 1 umfasst die FörderungsantragIm Zuge dessen ist ein Antragsformular auszufüllen und per E-Mail oder mit der Post an das Land Steiermark zu senden. Mit diesem Antrag sind die Fördermittel für Sie reserviert. Die Fertigstellungsmeldung wird mit der zugeteilten Registrierungsnummer per Postweg an Sie übermittelt.
  • Nach Errichtung der Anlage kann im Rahmen der Stufe 2 (Fertigstellungsmeldung) innerhalb einer Frist von 9 Monaten ab Zuteilung der Registrierungsnummer die Förderauszahlung beantragt werden. Dazu sind folgende Unterlagen vorzulegen:
    • ausgefüllte Fertigstellungsmeldung
    • ausgefülltes Bestätigungsformular (Bestätigung der Gemeinde und vom Installateur)
    • Abnahmeprotokoll
    • Rechnungen und Zahlungsbestätigungen in Kopie
    • Rechtskräftiger Baubescheid
    • Heizlastberechnung
    • Fotos der Anlage
    • ggf. Ablehnungsschreiben der Landwirtschaftskammer
    • ggf. Bestätigung der regionalen Fernwärmenetzbetreiber
    • Anlagennummer des Prüfprotokolls vom Rauchfangkehrer

Geltungszeitraum

Die Förderaktion gilt von 1. März 2020 bis 31. Dezember 2020.

Förderhöhe

  • € 1.200

Die Förderhöhe beträgt max. 30 % der Nettoinvestitionskosten.

Zuschläge

  • € 100 für den vollautomatischen Betrieb
  • € 100 für einen Hygieneschichtladespeicher (innen- oder außenliegender Wärmetauscher)
  • € 100 für Lagerbevorratung von Pellets, die ein Auffüllen höchsten 2 mal im Jahr erfordert

Download und weitere Informationen

Bundesförderung

Mit dem „Raus-aus-Öl“- Bonus fördert der Bund den Umstieg von fossilen Öl-, Gas-, Kohle-, Stromheizungen auf Scheitholz, Pellets, Hackgut oder Fernwärme mit max. € 5.000. Die Förderung ist mit 30% der Investitionssumme begrenzt. Die Bundes- und Landesförderungen sind kombinierbar.

 

Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte unser Expertenteam der LEA unter 03152/8575-500 bzw. office@lea.at.