Bodenstammtisch in Gnas

Im Rahmen der Bodenveranstaltungsreihe „Boden, von dem wir leben“ fand am 15. Dezember ein Bodenstammtisch im Gasthaus Binderhansl in Gnas statt. Die Starkregenereignisse der vergangenen Jahre machen deutlich, dass bei der Bodenbearbeitung ein Umdenken erforderlich ist, um der Erosion entgegenzuwirken. Das Thema des Abends war daher „Reduzierte Bodenbearbeitung – Bodenstruktur verbessern und Erosionsschutz“. Josef Pollhammer und Markus Sundl vom Kompetenzzentrum für Acker, Humus und Erosionsschutz der Landwirtschaftskammer präsentierten spannende Fakten zu Bodenbiologie und -struktur, verschiedene Möglichkeiten der Bodenbearbeitung und berichteten von ihren Erfahrungen mit Maßnahmen zum Erosionsschutz aus der Praxis. In kleiner Runde konnten sich die Teilnehmer:innen auch zu den neuen GLÖZ- und ÖPUL-Regelungen informieren. Ebenso vorgestellt wurden für die Landwirte hilfreiche digitale Tools und Apps.

Um zukünftige Starkregenereignisse möglichst unbeschadet zu überstehen und die Niederschläge auch nutzen zu können, braucht es nicht nur Retentionsbecken, sondern vor allem Retentionsböden – also Böden mit einer Struktur und Bedeckung, die die Wassermengen aufnehmen und speichern können. Mit einer Kombination mehrerer Maßnahmen zum Erosionsschutz kann das Abschwemmen der oberen, fruchtbaren Bodenschicht verhindert werden, damit wir auch in Zukunft ertragreiche Böden nutzen können. Weil jeder Boden einzigartig ist, stehen die Experten des Kompetenzzentrums nach Terminvereinbarung für individuelle Beratungen zur Verfügung.

Bodenstammtisch in Gnas
Bodenstammtisch in Gnas