Förderansuchen Wärmepumpen

Das Land Steiermark (Steirischer Umweltlandesfonds) fördert die Errichtung von Wärmepumpen.

Förderwerber

Antragsberechtigt sind Privatpersonen, Wohnbauträger, Betreiber von Schulen, Kindergärten, Pflegeheimen und öffentlichen Sportanlagen, Vereine, Gemeinden sowie Kleinstunternehmen.

Fördervoraussetzungen

  • Die Anlage darf zum Zeitpunkt der Antragstellung noch nicht errichtet sein.
  • Vor der Errichtung muss eine Energieberatung von einem Ich tu’s Berater durchgeführt werden. Nähere Informationen erhalten Sie dazu unter „Energieberatung für Private“.
  • Der Heizwärmebedarf (HWB Standortklima) des zu beheizenden Gebäudes darf bei Luftwärmepumpen nicht größer als 70 kWh/m²a sein.
  • Folgende Jahresarbeitszahlen (JAZ) sind zu erreichen:
    • reiner Heizbetrieb: JAZHeizung ≥ 4,0
    • kombiniert Raumwärme und Warmwasser: JAZGesamt ≥ 3,5
  • Die Abnahme sowie die die Berechnung der Jahresarbeitszahl (JAZ) muss durch einen zertifizierten Wärmepumpen-Installateur erfolgen. Eine Auflistung finden Sie unter >>zertifizierte Wärmepumpeninstallateure (Stand November 2017)
  • Ein Wärmemengenzähler am Ausgang der Wärmepumpe und ein separater Stromzähler für Kompressor und Hilfsantriebe müssen installiert sein.
  • Die Anlage darf nicht zusätzlich im Rahmen der Sanierungsförderung (kleine Sanierung, umfassende energetische Sanierung, etc.) vom Land Steiermark gefördert werden.
  • Das zu versorgende Objekt darf nicht an der Trasse eines bestehenden Fernwärmenetzes aus erneuerbaren Energieträgern liegen.
  • Es dürfen ausschließlich neue (nicht gebrauchte) Anlagenteile verwendet werden.
  • Die Leistung der Wärmepumpe darf die Gebäudeheizlast nicht maßgeblich überschreiten.
  • Werden Pumpen neu eingebaut oder getauscht, ist bei Stahlrohren ein Magnetabscheider vorzusehen.
  • Neue Pumpen dürfen einen Energieeffizienzindex (EEI) von max. 0,2 aufweisen.
  • Bei Neubauten ist ein hydraulischer Abgleich durchzuführen.
  • Verbindungsleitungen im Heizraum müssen gedämmt sein.

Zusätzliche Voraussetzungen für Luftwärmepumpen

 Zusätzliche Voraussetzungen für die Bonusförderung von Erd- und Grundwasserwärmepumpen in Kombination mit einer Solaranlage

  • Es muss zusätzlich eine thermische Solaranlage mit JAZGesamt, Solar ≥ 4,2 (gerechnet für Heizung samt Warmwasser) vorhanden sein.
  • Die Vorgaben gemäß „Informationsblatt zum Lärmschutz im Nachbarschaftsbereich von Luftwärmepumpen“ (Forum Schall, 2013) müssen eingehalten werden.
  • Es muss zusätzlich vorhanden sein:
    • entweder eine PV-Anlage mit mind. 2 kWp und mind. 1 kWp pro 5 kW Nennleistung der Wärmepumpe oder
    • eine Solaranlage mit mind. 4 m² Aperturfläche oder
    • bei Bestandsgebäuden eine bivalent alternativ betriebene Biomasseheizung mit einer JAZHeizung ≥ 4,0

Antragstellung

Die Antragstellung erfolgt in einem zweistufigen Verfahren.

  • Die Stufe 1 umfasst die Registrierung. Im Zuge dessen ist ein Registrierungsformular auszufüllen und per E-Mail oder mit der Post an das Land Stmk. zu senden. Mit dieser Registrierung sind die Fördermittel für Sie reserviert. Der Förderungsantrag wird mit der zugeteilten Registrierungsnummer per Postweg an Sie übermittelt.
  • Nach Errichtung der Anlage kann im Rahmen der Stufe 2 (Förderungsantrag) innerhalb einer Frist von 9 Monaten ab Zuteilung der Registrierungsnummer die Förderungsauszahlung beantragt werden. Dazu sind folgende Unterlagen vorzulegen:
    • ausgefüllter Förderungsantrag
    • ausgefülltes Bestätigungsformular (Bestätigung der Gemeinde und vom Installateur)
    • Abnahmeprotokoll
    • Rechnungen und Zahlungsbestätigungen in Kopie
    • Heizlastberechnung oder Energieausweis
    • Fotos der Anlage
    • Berechnung der Jahresarbeitszahl
    • Bestätigung über die erforderliche Energieberatung
    • ggf. Protokoll „Hydraulischer Abgleich“ gemäß Anhang 2 (Muster) der Richtlinie
    • ggf. Bestätigung der regionalen Fernwärmenetzbetreiber

Geltungszeitraum

Die Förderaktion gilt von 1. Jänner 2018 bis 31. Dezember 2019.

Förderhöhe

Grundwasserwärmepumpe

  • Grundförderung: max. € 3.900
  • Kesseltauschförderung: € 5.400 – € 3.000 (je nach alter Heizungsart)

Tiefensonde

  • Grundförderung: max. € 3.300
  • Kesseltauschförderung: € 4.800 – € 2.400 (je nach alter Heizungsart)

Flächenkollektor

  • Grundförderung: max. € 2.400
  • Kesseltauschförderung: € 3.600 – € 1.800 (je nach alter Heizungsart)

Luftwärmepumpe

  • Grundförderung: max. € 900
  • Kesseltauschförderung: € 1.800 – € 900 (je nach alter Heizungsart)

 Die Förderung ist mit 25 % der Investitionskosten begrenzt.

Zuschläge

  • € 1.075 für die Installation eines Pufferspeichers mit Frischwassermodul in Kombination mit einer geförderten Solaranlage
  • € 200 für den Einbau eines Frischwassermoduls allein
  • € 200 für einen hydraulischen Abgleich bei Bestandsgebäuden
  • max. 400 Euro für Sanierungsmaßnahmen am Heizsystem (z.B. Dämmung der Verteilleitungen, Erneuerung der Regelung, der Ventile)
  • € 85 für den Tausch von Pumpen mit einem Energieeffizienzindex von max. 0,2
  • € 500 für die Ausführung als hybride Biomasseheizung mit einer Wärmepumpe
  • € 500 für die Kombination von einer Erd- oder Grundwasser-Wärmpumpe mit einer thermischen Solaranlage

Download und weitere Informationen

Für weitere Informationen kontaktieren Sie:

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